Aktuell

Denken Sie daran, den Rasen momentan sehr spartanisch zu mähen, vertikutieren sollte vermieden werden (zu grosse Hitze), alle 2 - 3 Tage mindestens 2 Stunden zu wässern, (wir beraten Sie gerne welche Produkte wir empfehlen können und helfen Ihnen gerne bei der Ausführung dieser Arbeiten).

 

Gerne unterstützen wir Sie beim Begutachten Ihres Problem-Rasens und beraten Sie gerne über weitere Massnahmen.

 

Zögern Sie nicht uns anzufragen (Tel. 056 288 12 92).


Baum des Jahres 2019

 

Flatterulme

 

Der Volksmund nennt Ulmen auch Rüster. Das Schweizerische Idiotikon verzeichnet dafür die Lautungen Ruestere, Ruesche oder auch Riesche. Die Flatterulme ist ein hochgewachsener Baum der Feuchtwälder und Flussauen, der bis zu 35 m Höhe erreicht. Zusammen mit Stieleiche, Esche, Bergahorn und Feldulme prägt die Flatterulme Hartholz-Auenwälder. Sie hält dauerhaft feuchten Boden und längere Überflutungsperioden problemlos aus.

 

Das Verbreitungsgebiet der Flatterulme reicht über Osteuropa bis zum Ural und bis nach Südosteuropa. Ein weiteres zusammenhängendes Gebiet zeigt sich am Oberrhein. In der Schweiz ist der Baum ein seltener Gast; die Vorkommen sind klein und isoliert. Vermutlich waren sie einmal mit dem oberrheinischen Verbreitungsgebiet verbunden. Einige hundert Bäume finden sich am Neuenburgersee, am Aarelauf und in der Region Basel. Sonst tritt der Baum nur vereinzelt auf.

 

Auch wenn die Flatterulme die Nähe des Wassers liebt, kommt sie auch auf trockeneren Standorten gut zurecht. Ihre Zweige dienten früher dem Vieh als Winterfutter. Wenn es um die Verarbeitung ihres Holzes geht, ist die Flatterulme jedoch eher eine Diva: Das Holz punktet mit schöner Musterung und Zähigkeit, lässt sich jedoch schwer bearbeiten.

Blume des Jahres 2019

 

Besenheide - Calluna

 

Jeden Sommer verwandeln sich unsere Heidelandschaften in ein lilafarbenes Meer. Zu dem Augenschmaus trägt massgeblich die Besenheide bei, die dem Besucher ihre zierlichen Blütenstände ab August entgegenstreckt. An der Besenheide tummelt sich das Leben.

 

Ihre Bewohner haben sich mit der Zeit perfekt an die scheinbar lebensfeindlichen Bedingungen ihrer Umgebung angepasst. Kaum zu glauben, doch die artenreichsten Pflanzbestände wachsen tatsächlich auf mageren, sauren und trockenen Böden. Die Besenheide kann unter diesen Lebensraumbedingungen bis zu 40 Jahre alt werden und ist gerade deswegen für viele, teils seltene Insekten eine nachhaltige und verlässliche Futterquelle und Brutstätte.

 

Nicht nur in der Heidelandschaft, die einst durch ausgewogene Viehhaltung und kontrollierte Heidebrände geschaffen wurde, findet die Blume des Jahres optimale Lebensbedingungen. Auch an anderen offenen, sauren und sandigen Standorten, wie zum Beispiel an Waldrändern, in Sandgruben und Dünen, in Hochmooren, auf älteren Brachen und selbst an Strassenrändern ist die Art zu finden. Ein Grossteil ihrer Lebensräume ist sehr selten geworden. Die Gründe hierfür reichen von einer Bebauung bis hin zu einem steigenden Stickstoffeintrag über die Luft.


Vogel des Jahres 2019

 

Kiebitz

 

 

 

 

Die vom Aussterben bedrohte Art lebte einst in Feuchtwiesen und nach deren Drainage im Ackerland. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit zahlreichen Bewirtschaftungsgängen und dem Spritzen von Pestiziden brachten den Kiebitz in der Schweiz fast zum Aussterben. Dank enger Zusammenarbeit zwischen Naturschützenden und Landwirten bei den Nistplätzen erhält der schillernde Vogel wieder eine Chance.

 

Bereits im Februar treffen die ersten Kiebitze aus ihren Winterquartieren im Mittelmeerraum in der Schweiz ein. Ende März hört man die Balzrufe der Männchen. Der Name Kiebitz kommt von den Rufen: Kiwit it it kiwit. Kiebitze sind Koloniebrüter, d.h. mehrere Brutpaare brüten nahe beieinander. Damit können sie sich z.B. bei der Abwehr von Feinden gegenseitig unterstützen.

 

Mit spektakulären Flügen versuchen die Männchen die Weibchen zu beeindrucken. Sie drehen bis zu neun Mulden am Boden und das Weibchen wählt sich dann die am besten passende Mulde als Nistplatz aus. In das ausgepolsterte Nest legt das Weibchen 3-4 Eier und bebrütet diese 26-29 Tage. Früher wurden Kiebitzeier gesammelt. Reichskanzler Bismarck erhielt jedes Jahr zum Geburtstag ein Kistchen Kiebitzeier.

 

Die plüschigen Kiebitzjungen gehen vom ersten Tag an selbständig auf Nahrungssuche und werden vor allem vom Weibchen bewacht und gehudert. Das Männchen versucht, Feinde zu vertreiben. Kiebitzjunge ducken sich in den ersten Wochen bei Gefahr regungslos auf den Boden. Was sich bei natürlichen Feinden bewährt hatte, wird jedoch bei Landmaschinen zur tödlichen Gefahr. Werden zudem die Felder mit Pestiziden behandelt, fehlt auch das nötige Futter in Form von kleinen Insekten oder kleinen Regenwürmern. Auch der Klimawandel macht sich bemerkbar: In trockenen Zeiten verhungern die Jungen, da im Kulturland viele feuchte Stellen aufgefüllt wurden. Somit gelangen die Jungen nicht an Futtertiere, da sich diese oft bei Hitze in den Boden zurückziehen. 

 

Fast ausgestorben!

Kiebitze brüteten einst in Feuchtwiesen, welche aber fast alle bis um die Mitte des 20. Jahrhunderts drainiert wurden. Die rund 1000 Brutpaare, die man noch in den Siebzigerjahren zählte, wichen zum Brüten ins Ackerland aus. Damit kamen sie aber vom Regen in die Traufe. Zunehmend wurde die Landbewirtschaftung intensiviert und immer mehr Pestizide gespritzt. Dies führte dazu, dass man 2005 nur noch 83 Brutpaare in der gesamten Schweiz fand.

Zusammenarbeit Landwirte und Naturschützende bringt die Wende. 

 

Vor circa 15 Jahren starteten daher BirdLife Schweiz und die Vogelwarte Sempach verschiedene Schutzprojekte zusammen mit Landwirten und Ehrenamtlichen von BirdLife Schweiz. Die Kiebitze werden nach dem Nestbau grossflächig durch Elektrozäune vor Prädatoren geschützt. In enger Zusammenarbeit mit den Landwirten begleiten Naturschützer alle landwirtschaftlichen Arbeiten, damit weder Eier noch Jungvögel zerstört werden. Mit den Landwirten wird vereinbart, dass sie bei der Mahd von Wiesen ein Mosaik aus geschnittenen und stehengelassenen Grasstreifen schaffen, um den Jungen den Zugang zur Nahrung und Schutz gegen Feinde aus der Luft zu gewähren. Zudem werden Ackerflächen mit feuchten Stellen aufgewertet.

Heilpflanze - im Jahr 2019

  

Johanniskraut - Hypericum perforatum 

 

 

 

Johanniskraut ist eine Heilpflanze mit langer Tradition. Der Name Johanniskraut verweist auf Johannes den Täufer. In früheren Zeiten wurde die Pflanze am Johannistag geerntet, dem 24. Juni.  An diesem Tag wurden auch die Johannisfeuer entzündet und die Kräuter für die Hausapotheke gesammelt.

 

Das Johanniskraut gehörte dabei neben Bärlapp, Kamille, Mädesüß, Beinwell oder Schafgarbe zu den wichtigsten Kräutern.

 

Soweit zur Geschichte. Der Text geht dann auf die Botanik ein und wird dabei ungenau:

 

„Der lateinische Name ‚Perforatum’ leitet sich von den Exkretbehältern in der Blättern ab, die das arzneilich genutzte Öl enthalten. Hält man ein Blatt gegen die Sonne, sieht es durchlöchert, also perforiert aus.“

 

Das ist nicht richtig so. Das „arzneilich genutzte Öl“, also das Johannisöl, ist ein Ölauszug, meist auf der Basis von Olivenöl. Die rote Farbe bekommt das Johannisöl durch den Inhaltsstoff Hypericin, der in den schwarzen Punkten konzentriert ist, die man auf Blättern und Blütenknospen findet. In den durchscheinenden „Perforationen“ ist dagegen ätherisches Johannisöl enthalten, das so kaum genutzt wird.

 

Der Bericht auf Apotheke-Adhoc erwähnt anschliessend, dass der Legende nach der Teufel selbst tausende Löcher mit einer Nadel in das Johanniskraut hineingestochen habe, weil er sich so über dessen ungewöhnlich starke Heilkraft ärgerte. Das lässt sich ja kaum in Frage stellen……

 

Johanniskraut zählt aber inzwischen auch zu den am besten erforschten Arzneipflanzen überhaupt.

 

Sein Wirkungsspektrum ist außerordentlich breit, denn es umfasst sowohl Beschwerden körperlichen, als auch psychischen Ursprungs.

 

Gesichert sei die heilende Wirkung bei Hauterkrankungen, Magen-Darm Problemen, Schlafstörungen, zur Rekonvaleszenz und bei leichter bis mittelgradiger Depression, schreibt Apotheke-Adhoc.


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